Vielschichtige Landschaft mit Gründächern und einer Obstbaumallee.
Die Lage des Quartiers gab den besonderen Ansatz für das Konzept vor: Am Stadtrand von Sankt Petersburg herrschen starke Winde und ein hoher Grundwasserspiegel.
Das Prinzip der Durchlässigkeit wurde deshalb zum Schlüsselgedanken. Wir integrierten die Begrünung auf der Ebene des ersten und zweiten Geschosses in die Architektur. Metallische Überdachungen in Form von Linien durchdringen die breiten Kronen von Nadel- und Laubbäumen und erzeugen einen beinahe netzartigen Effekt. Das verstärkt den Eindruck eines natürlichen, „atmenden“ Raums, vermittelt Geborgenheit und hilft dem Menschen, sich neben hohen Gebäuden nicht verloren zu fühlen, sondern einen harmonischen inneren Zustand zu erleben.
Das Unternehmen AFA entwickelte die Nutzungskonzepte für Kinder- und Sportbereiche. Mit Bäumen und Sträuchern gliederten wir diese Flächen zusätzlich in offene, öffentliche Aufenthaltsbereiche und geschütztere Zonen, in denen man sich zum Lesen oder für individuelles Training zurückziehen kann – ein wichtiger Wert für den modernen Stadtbewohner.
Unser Ziel war eine Umgebung, die auch mit der Zeit nichts von ihrer Aktualität verliert. Das bedeutet nicht den Verzicht auf markante Akzente, sondern ein ausgewogenes Verhältnis von Zurückhaltung und Ausdruckskraft. Auf grelle Farben haben wir beispielsweise verzichtet, ohne die Vielfalt einzuschränken: Exotische Pflanzen treffen auf natürliche Materialien wie Terrassendielen in den begrünten Bereichen. Diese „grünen Inseln“ trennen nicht nur funktionale Zonen wie Sport- und Kinderbereiche, sondern formen zugleich eine harmonische skandinavische Landschaft.
Besondere Aufmerksamkeit erhielten Obstgehölze, die die Ästhetik des Ortes unterstützen. Ihre intensive Blüte schafft visuelle und duftende Akzente. Auch wenn die Blütezeit vergleichsweise kurz ist, spielt sie eine wichtige Rolle: Sie bringt die Bewohner der Natur näher, macht saisonale Veränderungen erfahrbar und vermittelt das Gefühl eines lebendigen Raums.